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Chronik des Schützenvereins

Geschichte Bayernfest Schützenhaus Festzelt Gegenwart

Geschichte:  
Der Schützenverein Schallern besteht seit 1829. Die älteste noch vorliegende Urkunde stammt aus dem Jahr 1831. Darin wird von einer Sammlung für eine neue Schützenfahne aus dem Jahr 1829 berichtet. Daher ist der Verein wohl noch früher gegründet worden, bisher konnten aber noch keine weiteren Informationen ausfindig gemacht werden. Der Verein hatte zu dieser Zeit 49 Mitglieder. 

Die letzte vollständige Satzung liegt aus dem Jahr 1858 vor. In dieser Satzung waren Mitglieder und Festgenossen vorgesehen. Mitglied konnte nur werden, wer in Schallern wohnte. Auswärtige konnten sich als Festgenossen in den Verein aufnehmen lassen, durften aber nicht am Vogelschiessen teilnehmen. Die Kosten des Schützenfestes wurden zu dieser Zeit vom Vorstand auf die Schützen umgelegt.

Die Vermietung eines Festzeltes hat schon eine weit zurückliegende Tradition. In einem Versammlungsprotokoll aus dem Jahr 1870 ist erstmals von eigenen Zelten die Rede.  Der Mietpreis für das Tanz- und Weinzelt betrug damals 15 Taler.

Aus der Zeit von 1881 bis 1947 liegen leider keine informativen Unterlagen mehr vor.

Vermutlich gingen diese verloren, als amerikanische Soldaten unter anderem zwei Kleinkalibergewehre und die Königsorden entwendet haben. 

1948 wurde der Schützenverein Schallern dann  als Heimatverein wieder gegründet. Nur so war es unter der Militärregierung möglich, im Juni 1948 wieder ein Schützenfest zu feiern, welches damals allerdings als Prozession genehmigt wurde. 

Zum 125-jährigen Jubiläum im Jahre 1954 hat der Schützenverein ein Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten aus dem 2. Weltkrieg errichtet. Außerdem wurde eine neue Vereinsfahne angeschafft.  

Im Jahr 1972 erwarb der Schützenverein das Gebäude der alten Schallerner Schule, die bereits 1965 geschlossen wurde und seit dem als Versammlungsraum zur Verfügung stand. Erste Umbauten fanden im Winter 1973/74 statt, nach einer gründlichen Renovierung im Jahr 1977 diente die alte Schule dem Verein dann als zweckmäßiges Schützenhaus. Ende 1978 kaufte der Schützenverein Schallern ein neues Festzelt, welches zum 150-jährigen Jubiläum im Jahr 1979 erstmals aufgebaut wurde. Jubiläum 2004

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Schützenvereins Schallern ist die Errichtung des neuen Schützenhauses im Jahr 2003. Die "alte Schule",  ein Begriff, der noch bei den meisten Schallernern tief im Gedächtnis sitzt, musste renoviert und möglichst ausgebaut werden. Ein wachsender Verein und die umfangreiche Nutzung des alten Schützenhauses machten dies dringend erforderlich.  Nach verschiedenen Überlegungen und Planungen wurde dann beschlossen,  ein neues Gebäude zu errichten. Der erste Spatenstich dazu erfolgte am 31. Dezember 2002 vom Bürgermeister der Stadt Erwitte, Wolfgang Fahle. Der eigentliche Baubeginn erfolgte Anfang März 2003, zur offiziellen Einweihung am 14. Juni 2004 waren alle am Bau Beteiligten und die umliegenden Schützenvereine eingeladen.  
 
Noch vor der Einweihung des Schützenhauses konnte der Verein im April 2004 sein 175-jähriges Bestehen feiern. 
 
24 Vereine und Musikzüge mit über 800 Teilnehmern haben das ganze Dorf bei strahlendem Sonnenschein in eine einzige Festzone verwandelt.

Bayernfest:  
Das traditionelle Schützenfest in Schallern ist seit vielen Jahren ein Publikumsmagnet. Im Jahr 1985 sollte sich jedoch noch ein weiteres Großereignis im Ort ansiedeln: das Bayernfest. Ursprünglich als einmalige Aktion des Schützenvereins geplant, entwickelte sich daraus ein bis 2009 andauernder Publikumsmagnet, der Jahr für Jahr tausende von Besuchern aus nah und fern nach Schallern zog.  

Schützenhaus Schallern:
Schützenhaus SchallernDer Grundstein für den Bau des neuen Schützenhauses in Schallern wurde im Jahr 2003 gelegt. Nach ca. 15-monatiger Bauzeit konnte im Juni 2004 die Einweihung gefeiert werden.  

Die Schallerner Schützen haben dabei kräftig Hand angelegt. 3200 freiwillige Helferstunden belegen die große Einsatzbereitschaft der Schützen. 

Das neue Schützenhaus hat eine Gesamtgröße von ca. 200 Quadratmetern, der Festsaal ist mit 130 Quadratmetern fast doppelt so groß wie im alten Domizil. Die eingebaute Akustikdecke sorgt für einen ausgewogenen Klang. So wird das Schützenhaus gerne für Übungsabende des Spielmannszuges Schallern oder auch von anderen Musikkapellen genutzt.  

Ob Versammlungen, Geburtstage, Hochzeiten oder andere Veranstaltungen, das moderne und zweckmäßig eingerichtete Gebäude stellt für alle Gelegenheiten eine optimale Unterkunft dar. 
 
FestzeltFestzelt: 
Schon seit mindestens 1870  betreibt der Schützenverein Schallern einen eigenen Zeltverleih. 
 
Ob für Schützenfeste, Ausstellungen oder andere Feiern, mit Zeltgrößen von 100 bis 1120 Quadratmetern ist für jeden das Richtige dabei.  
 
Bei verschiedenen Arbeitseinsätzen in jedem Jahr sorgen die Schallerner Schützen dafür, dass die Zelte sauber sind und in technisch einwandfreiem Zustand vermietet werden können.  

 

 


SpielmannszugSchützenverein Schallern in der Gegenwart:  
Der Schützenverein Schallern zählt derzeit 133 Mitglieder (Stand 31.12.2006). Die umfangreichen Aktivitäten über das ganze Jahr hinweg machen den Verein zum Mittelpunkt des Dorfgeschehens. Natürlich haben das Schützenfest, das immer am letzten Wochenende im April gefeiert wird, und das Bayernfest im Juli, den höchsten Stellenwert. Viele andere kleinere Aktivitäten sorgen jedoch dafür, dass der Verein für jeden zum Greifen nah ist. Durch das Kinderschützenfest, den Martinszug und die Nikolausfeier finden die kleinen Dorfbewohner den Zugang zum Verein, der Seniorennachmittag zum Advent hält den Kontakt zu den älteren Mitbürgern aufrecht.  
 
Einen besonderen Stellenwert hat der Spielmannszug des Schützenvereins. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung und vielseitige musikalische Aktivitäten machen den Spielmannszug sehr attraktiv, was der enorme Zuwachs an jungen Musikern in den letzten Jahren belegt.  
Der Spielmannszug ist aus dem Alltag des Schützenvereins nicht mehr wegzudenken. 

Aber auch Ausflüge, das Zeltheimkehrfest und nicht zuletzt die vielen Arbeitseinsätze am Festzelt und am Schützenhaus vertiefen den Zusammenhalt der Schützen und der ganzen Dorfgemeinschaft.

Der Vorstand, März 2007

 

Unsere Chronik aus dem Buch "Geschichte des Kirchspiels Horn"
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Quelle: "Geschichte des Kirchspiels Horn" von Paul Heitkemper.
Herausgegeben von der Spar-u.Darlehnskasse E.G.M.U.H. Horn anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens 1962.