Gratulationen von allen Seiten: Der frisch gebackene König Peter Schlüter wurde nach seinem Treffer von den Schützen beglückwünscht.
„Ein bisschen ungewohnt ist das schon, aber sehr schön“, kommentierte Peter Schlüter seinen Siegtreffer beim Vogelschießen in Schallern. Mit dem 56. Schuss sicherte sich der 46-jährige Zahnarzt den Königstitel des Schützenvereins Schallern und ist damit der erste neue Regent der heimischen Schützenfestsaison. Zur Königin erkor er seine Frau Bianca (35), die sich eigentlich bereits Kaiserin nennen darf. Schließlich war sie bereits 1993 Königin, damals mit König Gerd Wagner.Bevor der Wettstreit um den Regententitel in die Vollen ging, hieß es jedoch zunächst, den Vogel um seine Insignien zu erleichtern. So sicherte sich nach den Ehrenschüssen mit der 8. Patrone Manfred Hörster den Apfel. Nur zwei Treffer später segelte dann für Alexander Dumrauf die Krone zu Boden. Die letzte verbliebene Insignie, das Zepter, ergatterte Bernd Gärtner mit dem 14. Schuss. Gärtner stieg kurz darauf in den unmittelbaren Wettkampf um den Regententitel mit ein.
Unter der Vogelstange, immer genau im Blick von Schießmeister Franz-Josef Gärtner, tummelten sich neben ihm auch Dominik Schütte, Patrick Schütte und Peter Schlüter. Sie alle zielten im Wechsel Richtung Kugelfang. Doch der Vogel, gebaut von Franz Hesse, ließ sich diesmal nicht so schnell die Federn rupfen, wie es im vergangenen Jahr der Fall war. Schuss um Schuss feuerten die Schützen auf das hölzerne Federtier, das erst einige Zeit später in leichte Schräglage geriet.
Dann standen nur noch Bernd Gärtner und Peter Schlüter am Gewehr. Der Vogel wackelte und Ortsvorsteher Ralf Gärtner gab spontan eine Schätzung ab: „Drei Schuss, dann fällt er“, war er sich sicher. Daraus wurden schließlich sechs Schüsse: Schlüter zielte, bis das Tier am seidenen Faden hing und im Prinzip nur noch an einem kleinen Stück Holz baumelte. Die Spannung stieg. Auch Bernd Gärtner schoss erneut, doch der Vogel gab sich noch nicht geschlagen. Dann ein letzter Knall: Jubel erhallte unter der Vogelstange und Peter Schlüter wurde überglücklich durch die Menge getragen, die ihm herzlich gratulierte.
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